Historische Schwarzwälder Trachten im Storchenturm-Museum
Einsatzfeld · Kultur & Museen

Sammlungen und Räume zugänglich machen.

Kulturelle Orte profitieren von virtuellen Rundgängen, wenn Kontext, Atmosphäre und kuratorische Führung zusammenspielen. 360°-Touren ergänzen Ausstellungen, schaffen zusätzliche Zugänge und halten Besucher auch vor und nach dem Besuch mit dem Ort verbunden.

Kulturelle Orte stehen vor der Aufgabe, Zugang zu schaffen, ohne ihre kuratorische Qualität zu verlieren. Virtuelle Rundgänge funktionieren dann, wenn sie verständlich führen und den Ort nicht bloß abbilden.

Referenz · Kultur & Museen

Der Storchenturm bleibt erlebbar, auch wenn man ihn nicht steigen kann.

Historischer Storchenturm in Zell am Harmersbach

Storchenturm-Museum Zell a.H.

Stadt Zell am Harmersbach · Zell a. H. · Schwarzwald · 2025/26

Herausforderung

Der denkmalgeschützte Storchenturm hat über 100 Treppenstufen und keinen Lift; ein baulicher Einbau ist aus Denkmalschutzgründen nicht möglich. Menschen mit Mobilitäts- oder kognitiven Einschränkungen waren bisher vom Museumsbesuch ausgeschlossen.

Lösungsweg

Gemeinsam mit dem Museum wurde der Rundgang so aufgebaut, dass die räumliche Erfahrung des Turms erhalten bleibt und Inhalte dennoch ruhig geführt werden. Leichte Sprache, klare Informationspunkte und die Nutzung im Foyer machen das Angebot nicht zur Kopie des Besuchs, sondern zu einer eigenen Form von Zugang.

Ergebnis

Barrierearmer digitaler Zugang zum Museum. Ein Bildschirm im Foyer lädt Besucher ein, den Turm virtuell zu erkunden. Tour zusätzlich in Leichter Sprache. Museum seit April 2026 wieder geöffnet, Eintritt frei.

AUS UNSERER MUSEUMS-PRAXIS

Drei Erfahrungen aus unserer Museumsarbeit.

  1. Zugänglichkeit gehört in die Konzeption.

    Wenn Barrieren erst am Ende mitgedacht werden, wirkt der virtuelle Rundgang schnell wie ein technischer Nachtrag. Gute Kulturprojekte planen Sprache, Orientierung und Nutzbarkeit von Beginn an mit.

  2. Der Rundgang braucht kuratorische Führung.

    Ein 360°-Bild allein erklärt keine Sammlung. Besucher brauchen sinnvolle Blickpunkte, klare Texte und eine Dramaturgie, die Inhalte lesbar macht, ohne den Raum zu überfrachten.

  3. Der digitale Zugang ergänzt den Ort.

    Die beste Museumstour macht Lust auf den realen Besuch und verlängert ihn zugleich. Sie öffnet Zugänge vorab, begleitet nach dem Besuch weiter und hält kulturelle Inhalte länger verfügbar.

Eignung

Für welche Kulturorte das besonders sinnvoll ist.

Passt besonders gut für

  • Museen, Gedenkorte und Ausstellungen, die Zugänglichkeit über Öffnungszeiten oder physische Barrieren hinaus verbessern wollen.
  • Häuser mit kuratorischer Geschichte, die Räume und Inhalte gemeinsam vermitteln müssen.
  • Förderprojekte, bei denen Vermittlung, Teilhabe und nachhaltige Nutzung sauber begründet sein sollen.

Passt weniger gut für

  • Formate, die fast ausschließlich von wechselnden Live-Performances oder persönlicher Moderation leben.
  • Projekte ohne kuratorische Auswahl, bei denen lediglich möglichst viele Räume ungefiltert online stehen sollen.

Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Projekt passt — schreiben Sie uns. Wir sagen ehrlich, ob wir die richtige Wahl sind.

Häufige Fragen

Häufige Fragen aus Kultur & Museen.

  • Ersetzt ein virtueller Rundgang den Museumsbesuch?

    Nein. Er schafft Zugang, macht neugierig und bereitet den Besuch vor oder nach. Gerade bei kulturellen Orten ist der reale Raum weiterhin zentral; die digitale Ebene ergänzt ihn sinnvoll.

  • Lässt sich Leichte Sprache in eine Tour integrieren?

    Ja. Texte, Navigation und Informationspunkte können so aufgebaut werden, dass unterschiedliche Zielgruppen besser abgeholt werden. Das ist besonders wichtig, wenn Teilhabe ein Projektziel ist.

  • Können einzelne Exponate oder Stationen besonders hervorgehoben werden?

    Ja. Eine Tour kann gezielt mit erklärenden Punkten, thematischen Wegen oder kuratorischen Einstiegen arbeiten. So bleibt der Rundgang mehr als nur eine freie Raumansicht.

  • Ist der Rundgang auch im Haus selbst nutzbar?

    Ja. Viele Kulturorte nutzen die Tour zusätzlich im Foyer, in der Vermittlung oder auf einem Bildschirm vor Ort. Das ist besonders hilfreich, wenn Teile eines Hauses schwer zugänglich sind.

  • Wie gehen Sie mit denkmalgeschützten Orten um?

    Wir arbeiten mit den räumlichen Bedingungen, statt sie technisch zu übergehen. Das Ziel ist eine saubere digitale Übersetzung des Ortes, die Denkmalschutz, Vermittlung und Nutzbarkeit zusammenbringt.

Nächste Schritte

Was braucht ein Rundgang im Museum?

Räume, Inhalte und Barrierefreiheit prägen Ablauf und Budget.

  1. Planung & Umsetzung

    So gehen wir vor.

    Vor der Aufnahme legen wir gemeinsam fest, welche Räume, Exponate und Geschichten in den Rundgang gehören. Sprache und Barrierefreiheit planen wir von Anfang an mit.

    Leistungen ansehen
  2. Kosten & Betrieb

    Wovon die Kosten abhängen.

    Entscheidend sind die Zahl der Räume, die gewünschten Inhalte und Funktionen sowie die spätere Pflege.

    Pakete und Preise ansehen
Projektgespräch · Kultur & Museen

Lassen Sie uns über Ihre Sammlung sprechen.

Im ersten Gespräch schauen wir gemeinsam, welcher Ausschnitt Ihres Hauses digital sichtbar werden soll und was kuratorisch dabei wichtig ist.

Oder direkt sprechen: 06353 957957-0

Unverbindliche Anfrage, kurzes Erstgespräch, erste Einschätzung.

Ansprechpartner

Fotografie André Straub GeschäftsführerFotograf
Luftaufnahmen · hochauflösende 360°-Fotos · 360°-Videos
Gestaltung und Entwicklung Benjamin Kuderer GeschäftsführerWebentwickler und Gestalter
Tour-Architektur · Renderings · Konzeption